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Die Modellbahn läßt nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Nein, auch und vor allem Männer bis ins hohe Alter finden unheimlich Spaß an diesem traditionellen Spielzeug. Doch wann und wo wurde die erste Modellbahn gebaut? Nun, zuerst entstand im Jahre 1784 ein Modell eines Dampfwagens, welches der englische Ingenieur, William Murdock, gebaut hatte. Später konstruierte man die Originalzüge als kleines Modell nach, das allerdings noch viel zu groß ausfiel. Allerdings galten sie in der ersten Zeit nicht als Spielzeug, sondern eher als originalgetreue Modelle. Die ersten, aus billigem Blech hergestellten Züge, entstanden so um 1840.
Es wurden unter anderem Lokomotiven mit eingebautem Uhrwerkantrieb gebaut, was aber auf Dauer auch nicht die perfekte Lösung war. Nun gab es also die Loks und Züge, aber noch keine Schienen dafür. Das dafür designte Schienensystem wurde in etwa um das Jahr 1886 der Öffentlichkeit vorgestellt. Um diese Zeit herum wurden dann auch die ersten Loks, die mit Dampf betrieben wurden, präsentiert. Danach folgte der elektrische Antrieb mit 220 Volt und einer dazwischengeschalteten Lampe, sozusagen als Transformator.
Dank des erfundenen Schienensystems war es endlich möglich, eine richtige Zugstrecke nach eigenen Vorstellungen zu bauen mit allem was so dazugehört: Kreuzungen, Weichen und vieles mehr. Ein Problem war die hohe Stromspannung, die ja nicht unbedingt ungefährlich war. So wurde um 1927 eine Kleinspannung von höchstens 22 Volt definiert, die sich als sehr gute Lösung darstellte. Nach und nach wurden nun die Lokomotiven und diversen Züge im Maßstab immer weiter verkleinert.
Das perfekte Spielzeug war geboren. Zuerst konnten sich nur die gutbetuchten Familien diese Art von Hobby leisten, später dann auch die Durchschnittsfamilie. Auch in Deutschland schwappte dann die Modellbahn über und fand immer mehr begeisterte Anhänger. Die Modellbahnen wurden immer mehr erweitert und durch Landschaften, Seen und Berge, die perfekt der Originallandschaft entsprachen, aufgestockt. Auch bei den Spurweiten wurden immer mehr Varianten geschaffen.
Des Weiteren existiert der „Modellbau im Formenbau“, welcher in der Metall verarbeitenden Industrie im Bereich der Gusstechnik Anwendung findet. Der Maßstab hierbei liegt stets bei 1:1, wobei allerdings einige Kriterien im Formenbau Berücksichtigung finden sollten. So sind Materialschwund, Materialverbrauch und ebenso die einfache Entnahme aus der Form wichtige Punkte, welche Beachtung finden sollten. Die speziellen Kenntnisse hierzu werden dementsprechend im Rahmen einer Ausbildung zum Modellbauer oder zum Modellbaumechaniker vermittelt.
Im so genannten „Hobby-Modellbau“, welcher freizeitmäßig betrieben wird, werden dagegen Gegenstände modelliert, welche aus dem täglichen Leben oder auch aus der Historie bekannt sind. Hierbei kommen entweder Original-Materialien zum Einsatz oder es ist ein von der Industrie vorgefertigter Bausatz erhältlich, welcher zum Beispiel Holz, Pappe, Kunststoff, Balsaholz, Glasfaser, CFK oder auch GFK zur Verarbeitung beinhaltet. Besonders gefragt sind diese Materialien im Bereich der Modellautos, der Modellraketen, der Modelleisenbahnen und auch im Bereich der Flugzeug- und Schiffsmodelle. Die genannten Modelle unterscheiden sich schließlich untereinander hinsichtlich ihrer Funktion. So sind einerseits Funktionsmodelle erhältlich, bei welchen das Erzielen enorm hoher Geschwindigkeiten vorrangig ist – andererseits kann auf Standmodelle zurückgegriffen werden, deren äußerst präzises und originalgetreues Abbild im Vordergrund steht.
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Modellbahntechnik
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